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Der Schlaganfall - unser neuer Begleiter (Teil 2)

Aktualisiert: 25. März 2023

Dienstag, 7. März, es wurde wieder ein MRT in Sedierung gemacht um die betroffenen Hirnbereiche zu beobachten, ein Glück, dass sich der Bereich nicht vergrößerte und Elina machte sogar schon Fortschritte. Als sie uns sah lächelte sie, und ihr Lächeln war schonwieder fast so wie vorher. Das EEG war unauffällig und wir können am nächsten Tag auch schon zurück auf unsere alte Station im gewohntem Krankenhaus verlegt werden.

Zur Sicherheit wurde Elina aber dann doch noch für eine Nacht noch in unserem “Stamm-Krankenhaus“ auf die Intensivstation zur engmaschigen Beobachtung verlegt. Die letzten Tage waren anstrengend für sie, so viele Sedierungen, so viele Transporte, so viele neue Ärzte, einfach zu viel von allem. Sie war müde und erschöpft, und trotzdem machte sie jeden Tag Fortschritte. Mittlerweile bewegt sie ihr Bein wieder fast normal, an der Hand sieht man schon noch Einschränkungen, wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber wir werden bestens unterstützt. Es kommt jeden Tag die Physiotherapeutin zu uns, und regelmäßig die Logopädin und Ergotherapeutin. Kurz war auch die Rede davon, ob wir nicht gleich auf eine neurologische Rehabilitation geschickt werden, davon wurde aber auch gleich wieder Abstand genommen, da Elinas Immunsystem zu instabil dazu ist.

Wie es überhaupt zu dem Schlaganfall gekommen ist, ist noch unklar. Die Ärzte gehen davon aus, dass der Thrombus sich auf der Spitze des zentralen Venenkatheters gebildet hat und durch ihren Herzfehler die Querverbindung ins Gehirn gegeben ist. Es wurde auch ein Test auf Gerinnungsstörungen gemacht, das Ergebnis ist aber unauffällig.

Wir wissen auf jeden Fall, dass die Erfolgschancen auf eine fast vollständige Genesung der Hemiparese sehr gut sind. Wir werden ganz bestimmt mit Elina in eine Rehaklinik fahren, da wir ja mehrere Spezialisierungen brauchen, könnte dies auch sehr herausfordernd werden etwas passendes zu finden.

Da wir Elina die bestmöglichen Chancen bieten wollen, um die Einschränkung so gering wie möglich zu halten, gibt es auch eine Therapieoption im Ausland die eventuell in Frage kommt. Darüber müssen wir uns aber noch genauer informieren und es mit unsere behandelnden Ärzten abklären, aber wir wissen bereits, dass die Kosten selbst zu tragen sind. Wir wollen Elina einfach die beste Ausgangssituation zur Genesung bieten.

Wir freuen uns über jede kleine Unterstützung, also hier unser Spendenlink: https://gofund.me/02dd2974



Außerdem gibt es "bereits" (nach 10 langen Wochen warten) erste Vorergebnisse wie unsere Behandlung weitergeführt werden könnte. Es sieht nämlich wirklich so aus, als würde Elinas Thymus nicht funktionieren. Um sicher zu gehen werden die Kulturen noch weiter beobachtet. Das sind zwar alles nur Tendenzen, die leichte Richtungen vorgeben, aber ich bin optimistisch, dass es vielleicht bald nach London für uns geht. Ich denke, dass sich die Erkenntnisse nicht noch um 180 Grad drehen werden...

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